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"Tell the chef, the beer is on me."
Dies wird, oder zum Zeitpunkt wo du mein/e liebe/r Leser/in diese Zeilen liest,
ist der teuerste Blogeintrag in der Geschichte von ShoutItOut.to .
Der Grund dafür ist dass wir vergessen haben die Domain zu kündigen da sie ja nur von mir und das auch
mehr schlecht als recht genutzt wird, und der Vertrag jetzt für unglaubliche 120€ um 2 Jahre verlängert
wurde, sofern ich die weitergeleitete Email beim Überfliegen richtig interpretiert habe.
Aber: Ich mach das beste draus, und schreib mal wieder nen Blogpost. Mir liegt vieles auf der Zunge, und
ich kam in letzter Zeit einfach nicht dazu das in geschriebene Worte zu verpacken
und/oder mir fehlte die Muse, die mich nicht küsste.
Wenn mich jemand fragen würde welche meiner Ansicht nach die mächtigste Waffe wäre, würde ich ganz
ehrlich und ohne jeglichen Einfluss meiner ehemaligen Deutschlehrer antworten: “Das Wort.”
Allerdings möchte ich jetzt nicht über eine platonische Liebe zu den oft komplizierten Kombinationen von
Buchstaben palavern, ebenso wenig wie ich meine Vernunft (Feigheit?) welche mich oft davor bewahrt hat
jemandem eine Gerade Rechte zu verpassen, mit pazifistischen Äußerungen bzgl. der waffenfähigkeit von
Worten behandeln möchte.
Mir geht es eher um den Verfall der Kommunikation durch moderne “Kommunikationsmedien”, bevorzugt
SMS/ICQ und ähnliche Medien. Ich gestehe, es ist nahezu unverschämt wenn ich als angehender
Informatiker (bzw. wie mir so oft gesagt wird, unechter Informatikstudent …) dieses Thema betrachte,
aber wieso sollte ich etwas ignorieren was sich mir wie Eier auf die Tomaten legt … ähh … oder Tomaten
auf den Augen?! Ach wer weis das schon, wie das mit dem Gemüse im Gesicht ist.
Der angebliche “Verfall” der deutschen Sprache durch moderne Massenkommunikationsmedien wurde ja
schon ausgiebig behandelt, und so wurden wir (ich spreche für mich und euch Leser, da ich vermute dass
hauptsächlich Gleich- oder Ähnlichgesinnte diesen Blog lesen
) als “Generation LOL” bezeichnet.
Ich für meinen Teil schiebe diese Entwicklung einfach auf die Globalisierung, die Hektik und auf die
daraus resultierende Notwendigkeit die Sprache kürzer und effizienter zu machen. Und wenn mir der
Sündenbock nicht mehr gefällt, schiebe ich es einfach auf Darwin. Natürliche Selektion der Wörter im
Laufe der Evolution. Das angepassteste überlebt … lol (ROFL er hat LOL gesagt).
Allerdings geht bei der Kommunikation durch das geschriebene Wort, viel mehr verloren als die
(alt-?)deutsche Sprache. Wie wir uns vielleicht erinnern besteht die Rhetorik auch aus Mimik und Gestik.
Worte haben immer nur eine einzige Aussage, intensiver sind nur noch Zahlen. Sich allerdings im
Binärcode zu unterhalten, wäre uneffizient und einfach wahnsinniger Blödsinn. Unglücklicherweise gibt es
in unserer verworrenen Sprache noch Späße wie Sarkasmus und/oder Ironie. Seinem Gesprächspartner
unmissverständlich und ohne Möglichkeit der Fehlinterpretation etwas zu sagen ist schon bei einem
persönlichem Gespräch schwer genug, aber über ICQ/SMS? Absolut unmöglich.
Fazit: Ein Kaffee mit einem Freund/Freundin ist einfach eine komplett andere Liga, als Unterhaltungen
über Tastaturen und Bildschirme.
Jetzt denkt ihr: “Ohooo, der is ja kluk (ich bin Universitätsstudent #Simpsons), hat der Informatiker-Nerd
das auch schon rausgefunden!?”
Eine neue Erkenntnis ist das sicher nicht, aber irgendwie gibt es doch immer wieder Augenblicke in
welchen ich bemerke dass ich vor ner Stunde besser meine Klappe gehalten hätte (oder besser, die Finger
still) und stattdessen nen Kaffee getrunken, da das Einmischen und Verbessern wollen falsch verstanden
wurde, oder ich nur mit Worten nicht das ausdrücken kann was ich sagen will.
Schlecht gewählte Wörter im können im falschen Augenblick sehr viel zerstören.
Im falschen Augenblick nichts zu sagen, kann auch in die Hose gehen, weil es den Eindruck hinterlassen
kann man wäre gleichgültig, und ein “in den Arm nehmen”, “verstehend Nicken” oder “mitfühlend in die
Augen sehen” ist im Zeitalter der Online-Unterhaltungen einfach nicht. Da wird jeder seinen eigenen Brei
kochen müssen. Der/Die eine sollte in manchen Augenblicken mehr reden, und der/die Andere muss
lernen im falschen Augenblick das richtige zu sagen.
Vielleicht hilft es ja mir, dass ich gerne koche, und meistens auch etwas genießbares herauskommt.
Und Freunde erkennt man, wenn sie sich nicht an Wörtern aufhängen.
Jetzt sind fast die 600 Wörter voll, und ich hätte schon ein nächstes Thema im Kopf.
Aber das wird warten, und in einem ganz eigenen Blogpost behandelt werden, gleiches Recht für alle.
Das wars erstmal für den Augenblick.
Und immer dran denken: John Daniels is watching you.
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"Tell the chef, the beer is on me."
"Basically the price of a night on the town!"
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